Von Fröschen, Prozessoren und Eierköppen in New York
In New York gibt’s ne Menge zu erleben. Zum Beispiel mit Jordan Rudess. Der Keyboarder des Millionsellers Dreamtheater ist Virtual Teacher und ein Nimmersatt in Sachen High-tech.
Die Intel Centrino 2 Technologie im Zusammenspiel mit Steinberg’s Sequel 2 hat es ihm angetan. Zur spontanen Session trafen wir uns in Harlem, Times Square, in der Seilbahn nach Roosevelt Island. Tag und Nacht hatten wir fantastische Dreharbeiten.
Zum Locationcheck begab ich mich auch nach Chinatown. Die asiatische Variante von Disneyland und Touriabzocke konnte nur in wenigen Straßen überzeugen. Von vielen Touristen als Sensation belustigt spielten sich vor meinen Augen eigentlich grausame Szenen ab. So wurden mir wenige Stunden nach der Landung am JFK lebende Frösche und Schildkröten in Plastiktüten zum Verzehr angeboten. Ich glaube die brauchen da mal ein Update … Sonst ist der Bezirk nebs Little Italy und insbesondere Nolita eine sehr schöne Sache.
In Harlem hätte es beinahe gekracht, da ein paar Cracks einfach nicht gefilmt werden wollten. Die waren so zu, das sie einfach nicht kapierten, dass sie hinter dem Set standen und ruhig getrost ihre gebrannten CD’s hätten weiterverkaufen könnten. Als ich dann jedoch Nase an Nase mit einem Zwei-Meter-Riesen vor dem Apollo-Theater stand und er sagte: “Don’t film me - I call my boy’s” nahmen Jordan, das Drehteam und ich die Beine in die Hand. Man weiss ja nie. Ich wollte es auch nicht wissen.
Insgesamt war es ein spannender und sehr beindruckender Aufenthalt. Aufgrund des Storyboard und der knappen Zeit haben wir fast 52 Stunden ohne Pause durchgedreht und New York von Seiten kennen gelernt die viele Touristen definitv nicht zu sehen bekommen. Außer: die Projekt-Deutschlandreise-Zuschauer
In circa zwei Wochen sind die 20 h Filmmaterial gesichtet und geschnitten und dann gibt’s hier ne Menge Eindrücke und einen definitiv tollen Film.
Hoch leben die Frösche.
Grüße aus dem Flieger Richtung München Thorsten